
Dekonstruktion
Book
[EN]
This publication examines the influence of patriarchal structures on visual communication in German-speaking countries and questions the supposed neutrality of graphic design. It takes as its starting point the invention of printing as the beginning of a systematic design practice, from which a male-dominated profession developed. For centuries, women were largely denied access to design. It was not until the founding of the Bauhaus in 1919 that women were officially granted access to an art college, albeit still under structurally unequal conditions.
Against this backdrop, the publication sees itself as an attempt to deconstruct design history from a feminist perspective and to reveal the lack of visibility of FLINTA designers. The focus is on the question of what is remembered, told, and passed on—and what remains invisible. The study is supplemented by a conversation with Hannah Stöwe about her master's thesis “Flieder Fotzig Dilettantisch”, her process, and her work in archives on queer history and design.
[DE]
Die Publikation untersucht den Einfluss patriarchaler Strukturen auf die visuelle Kommunikation im deutschsprachigen Raum und hinterfragt die vermeintliche Neutralität im Grafikdesign. Ausgangspunkt ist die Erfindung des Buchdrucks als Beginn einer systematischen Gestaltungspraxis, aus der sich ein männlich dominiertes Berufsbild entwickelte. Über Jahrhunderte blieb Frauen der Zugang zur Gestaltung weitgehend verwehrt. Erst mit der Gründung des Bauhauses 1919 erhielten Frauen offiziell Zugang zu einer Kunsthochschule, allerdings weiterhin unter strukturell ungleichen Bedingungen.
Vor diesem Hintergrund versteht sich die Publikation als Versuch, Designgeschichte aus einer feministischen Perspektive zu dekonstruieren und die fehlende Sichtbarkeit von FLINTA-Gestalter*innen offenzulegen. Im Zentrum steht die Frage, was erinnert, erzählt und weitergegeben wird – und was unsichtbar bleibt. Ergänzt wird die Untersuchung durch ein Gespräch mit Hannah Stöwe über ihre Masterarbeit „Flieder Fotzig Dilettantisch“, ihren Prozess und die Arbeit in Archiven zu queerer Geschichte und Gestaltung.
More

Rechtliche Hinweise
Datenschutzerklärung
Impressum
Kontakt
heidfeldlinus@gmail.com
+49 (0) 172 9903337
© Linus Heidfeld 2025